Erfolgsgeschichte: Interview mit Alexandra Knauer, Inhaberin der "Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH", Berlin und Gewinnerin des Prix Veuve Cliquot "Unternehmerin des Jahres 2010

Frau Knauer, Sie wurden für die ebenso erfolgreiche wie verantwortungsbewusste Führung Ihres Unternehmens, der „Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH, Berlin“ – wieder einmal – mit einem Preis ausgezeichnet, diesmal mit dem „Prix Veuve Clicquot 2010“ als Unternehmerin des Jahres. Dazu herzlichen Glückwunsch!
Wurde Ihnen das „Unternehmerin sein“ in die Wiege gelegt oder mussten Sie sich diese Rolle erarbeiten?

Ich wuchs mit drei Geschwistern in einem Unternehmerhaushalt auf. Genauer gesagt, es lebten bei uns inklusive Oma und Urgroßmutter zeitweise 4 Generationen unter einem Dach. Ich lernte als Kind, dass Unternehmer vollen Einsatz bringen und viel Verantwortung tragen müssen. Bevor ich 1994 – in einer Krisensituation - bei KNAUER zu arbeiten begann, wusste ich nicht, ob ich tatsächlich geeignet wäre, ein Unternehmen zu führen. Die Theorie hatte ich im BWL-Studium gelernt.

Haben Sie immer an Ihren Erfolg als Chefin und Inhaberin eines Unternehmens geglaubt oder gab es Momente des Zweifels oder gar der Verzweiflung?

In der Krisensituation 1994 freuten sich meine Eltern darüber, dass ich bereit war, sie zu unterstützen. KNAUER stellte schon in jener Zeit Labormessgeräte her, so genannte Osmometer und Hochdruckflüssigkeitschromatographen für die Analyse von Flüssigkeiten. Damals war völlig unklar, ob es gelingen würde, das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ich hatte das klare Ziel vor Augen, das Lebenswerk meiner Eltern zu erhalten. Ich habe alles gegeben und auch an den Wochenenden gearbeitet. Der Erfolg kam nicht über Nacht, und es gab harte Momente, wenn zum Beispiel die monatlichen Kennzahlen nicht meinen Erwartungen entsprachen.

Wie wichtig war und ist für Sie Unterstützung aus Ihrer Familie, aus Ihrem Unternehmen oder von außen in schwierigen Zeiten?

Die Familie ist mir sehr wichtig. Mit meinem Mann bin ich seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen. Er hatte immer Verständnis für meinen hohen Arbeitseinsatz und stärkt mir den Rücken. Seit ich Kinder habe, gehört das Wochenende der Familie. Von meinen Eltern habe ich viel gelernt. Sie beraten und unterstützen mich bis zum heutigen Tag. Sie haben mir immer viel zugetraut und mir dadurch Kraft und Selbstvertrauen gegeben.

Seit Dezember 2000 bin ich Alleininhaberin der Firma KNAUER, und wir exportieren 70% der von uns hergestellten High-Tech Labormessgeräte in alle Welt. Möglich macht das auch die Unterstützung meiner 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die ich sehr dankbar bin. Ohne ihren Einsatz hätten wir die Erfolge der letzten Jahre nicht erreichen können.

Und natürlich benötigen wir in einigen Bereichen auch Kompetenz von außen. Es wäre unwirtschaftlich und unklug, das spezielle Wissen externer Experten nicht zu nutzen.

Und was brachte Sie auf die Idee, Frau Wiedecks Hilfe als Coach in Anspruch zu nehmen?

Als Unternehmerin repräsentiere ich das Unternehmen im In- und Ausland. Ich möchte dabei immer eine gute Figur machen und mein Anliegen gut kommunizieren. Vor einigen Jahren hielt Frau Wiedeck bei einer Veranstaltung des Unternehmerinnennetzwerkes „Connecting Women“ ein kurzes Schnupperseminar ab. Ich fand Frau Wiedeck sehr sympathisch, und mir gefiel die Idee, unter Einsatz von Musik Verhaltensmuster und Auftreten zu verbessern. Ich habe Freude an Musik, dachte aber immer, dass es mein Schicksal wäre, keine schöne und kräftige Stimme zu haben und nicht gut singen zu können.

Mit welchen Erwartungen und Zielen begannen Sie Ihr erstes Coaching bei Frau Wiedeck?

Ich erinnere mich noch ganz deutlich: Auf dem Weg zum ersten Seminar wollte ich beinahe umdrehen. Ich hatte plötzlich Angst, allein vorsingen zu müssen. Dies war nicht der Fall. Ich hatte viel Spaß und habe in der Gruppe Neues ausprobiert. Ich hatte mich angemeldet, weil ich neugierig war, ob die „Methode Wiedeck“ bei mir funktionieren würde. Ich wollte noch besser, routinierter und überzeugender im Auftreten und freien Sprechen werden.

Und wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja. Ich habe alle drei Seminare besucht, auch Auffrischungsseminare. Sie fanden Samstags ganztägig statt. Die Seminare habe ich für so wichtig und effektiv erachtet, dass ich für sie eine Ausnahme mache von meiner ansonsten eisernen Regel, wonach das Wochenende der Familie gehört. Ich habe im Anschluss auch Einzelcoachings bei Frau Wiedeck besucht und spezielle Themen wie z.B. Artikulation und Stimmsitz bearbeitet und habe mit ihrer Unterstützung spezielle Auftritte vorbereitet.

Und es gelingt Ihnen auch, das Gelernte in die Praxis umzusetzen?

Ja, sehr gut sogar. Ich bin inzwischen stolz darauf, Informationen und Ideen deutlich und klar vermitteln und andere für meine Anliegen und Ziele gewinnen zu können.

Am 3. Mai fand die Preisverleihung „Unternehmerin des Jahres 2010“, Prix Veuve Clicquot, im Hotel de Rome in Berlin statt. Aus 1600 deutschen Unternehmerinnen wurden 30 Damen genauer evaluiert. Drei von ihnen wurden als Finalistinnen ausgewählt. Ich war stolz, eine dieser drei zu sein. Als bei der Veranstaltung der Umschlag geöffnet wurde und es hieß: „And the winner is …Alexandra Knauer!“, war ich überglücklich. Ich wurde auf die Bühne gerufen und durfte eine Dankesrede halten. Da ich nicht mit dem ersten Platz gerechnet hatte, hatte ich mir erst wenige Stunden zuvor darüber Gedanken gemacht. Es blieb sehr wenig Zeit, meine Rede zu üben. Dennoch hat sie viele Herzen erreicht. Viele Gratulanten sagten mir im Anschluss, dass sie meine Rede schön und ergreifend fanden. Ich war authentisch und überzeugend. Über so viel positives Feedback habe ich mich natürlich sehr gefreut.

Durch die Seminare und das Coaching habe ich größeres Selbstvertrauen gewonnen und mir eine gewisse Routine angeeignet. Ich kann jetzt nach kurzer Vorbereitungszeit erfolgreich auftreten.

Wie, meinen Sie, können Interessentinnen erkennen und entscheiden, ob auch für sie die Teilnahme an einem solchen Coaching-Programm sinnvoll sein kann?

Ich empfehle interessierten Damen die Teilnahme am ersten Seminar. Dabei können sie Frau Wiedeck und die Übungen und ihre Trainingsweise kennenlernen. Ich habe die Seminare auch im Abstand von mehreren Monaten besucht. So konnten Erkenntnisse auch bei mir reifen. Wem das Seminar gefällt, der kann die weiteren buchen oder für spezielle Anliegen Einzeltreffen vereinbaren.

Gibt es sonst etwas, was Sie Frauen mit auf den Weg geben wollen, denen es noch nicht immer gelingt, im Beruf und im Privatleben Präsenz zu zeigen und zu überzeugen?

Heute wirke ich so, als würde ich Reden locker aus dem Ärmel schütteln. Ich mache das inzwischen mit einer gewissen Souveränität und wirke natürlich - als sei mir das Sprechen angeboren. Ich wurde sogar vor ein paar Tagen von einer Redneragentur kontaktiert, die mich gerne für Veranstaltungen vermitteln würde. An Frau Wiedecks Seminaren finde ich sehr gut, dass verschiedenste Aspekte berücksichtigt werden. Sie arbeitet an der inneren Einstellung ebenso wie an der Körpersprache, dem gesamten Auftreten und eben auch an der Stimme. Frauen mit leisen Stimmen können bei ihr entdecken, dass sie viel mehr als diese eine Stimme im Repertoire haben. Eine gute Rede braucht intensive Vorbereitung, daran führt kein Weg vorbei. Übung macht den Meister. Die Chance, das Publikum wirklich zu erreichen, steigt, wenn die Frauen mit professioneller Unterstützung an sich arbeiten und ihren eigenen Stil finden. Reden kann dann eines Tages auch richtig Spaß machen.

Herzlichen Dank für dieses Gespräch und auch in Zukunft viel Erfolg für Sie und Ihr Unternehmen!