Das erste Wochenende der EKC® Coaching-Ausbildung 2026

Vergangenes Wochenende fand das erste Präsenzwochenende meiner neuen EKC® Coaching-Ausbildung statt – Emotions- und Körperzentriertes Coaching. Zwei Tage, an denen meine Teilnehmerinnen und ich tief eingetaucht sind in das, was Coaching wirklich ausmacht. Und was es von anderen Ansätzen unterscheidet.

Warum rein kognitive Ansätze oft nicht reichen
Viele Coachings arbeiten vor allem mit dem Verstand: neue Perspektiven entwickeln, Ziele setzen, Lösungen erarbeiten. Das hat seinen Platz. Aber in meiner über 35-jährigen Arbeit mit Führungskräften und Teams habe ich immer wieder erlebt, dass die eigentlichen Themen oft gar nicht sichtbar werden, solange wir nur im Kopf bleiben.

Am ersten Tag haben wir uns angeschaut, warum das so ist. Neuronale Verknüpfungen entstehen schon in den ersten Lebensjahren – lange bevor der Verstand Worte dafür hat. Frühe Erfahrungen prägen unser Gehirn in einer Tiefe, die durch reines Nachdenken oft nicht erreichbar ist. Die ACE-Studie und die Erkenntnisse der Epigenetik zeigen eindrucksvoll: Was wir erleben, schreibt sich buchstäblich in unseren Körper ein.

Genau hier setzt das EKC® an. Nicht nur den Verstand einbeziehen – sondern auch den Körper und die Emotionen. Denn erst in der Verbindung aller drei entsteht nachhaltige Veränderung.

Wenn sich alles zeigen darf
Der intensivste Moment des Wochenendes kam durch eine Übung aus der Achtsamkeitspraxis. Eine Übung, in der sich alles zeigen durfte, was sich zeigen wollte – ohne Bewertung, ohne den Versuch, es sofort zu lösen.

Was sich zeigte, waren Gefühle, die viele Menschen kennen: Nicht zu genügen. Nicht genug zu sein. Nicht zu reichen. Sie zeigten sich in ganz unterschiedlichen Bildern – bei jeder Teilnehmerin anders. Und genau das war der Schlüsselmoment: Wenn wir diesen Gefühlen Raum geben, statt sie wegzureden, bewegt sich etwas. Nicht nur im Kopf – sondern wirklich, spürbar, im ganzen Körper.

Was die Teilnehmerinnen mitgenommen haben
An diesen zwei intensiven Tagen haben die angehenden EKC®-Coaches verstanden:

  • Dass auch die Auftragsklärung schon ein Prozess sein kann – kein bloßes Abhaken von Fragen, sondern ein Hinspüren: Was passiert in der Person? Wie fühlt sie sich? Wo sitzt Anspannung? Bei welchem Thema kommen die meisten Emotionen hoch?
  • Wie wichtig die eigene Klärung ist – die Biografiearbeit, das Kennen der eigenen Triggerpunkte. Denn nur wer bei sich selbst klar ist, kann für andere ein klarer Spiegel sein.
  • Wie es sich anfühlt, in einen Coachingprozess hineinzugehen und dabei auf die eigenen Gefühle zu achten. Dass das nicht nur erlaubt, sondern notwendig ist.
  • Warum die Transaktionsanalyse als Haltungsgrundlage so wertvoll ist: Im Erwachsenen-Ich zu sein, Raum zu halten, statt in die Lösung zu springen.

Alle Lösungen sind schon da
Wir haben auch eine erste Imagination gemacht – und sie hat bei allen hervorragend funktioniert. Das hat den Teilnehmerinnen gezeigt, dass Imaginieren – sich ein inneres Bild vorzustellen und mit diesem Bild zu arbeiten – etwas ist, das wir alle in uns tragen.

Genauso wie die Lösungen. Klient*innen sind Menschen, die ihre Lösungen in sich tragen. Wir als Coaches stehen ihnen zur Seite, diese Lösungen zu finden – über Körper, Emotionen und Verstand.

Entwicklung braucht Zeit – und keine Lösung. Sondern Raum, Präsenz und den Mut, hinzuspüren.


EKC® Coaching-Ausbildung 2027

Die EKC® Coaching-Ausbildung findet einmal jährlich in der Nähe von Berlin statt. Die Vorgespräche für die nächste Ausbildung 2027 laufen bereits. Die Gruppen sind klein und die Plätze begehrt.

Das Besondere an der EKC®-Ausbildung: Sie verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit einem einzigartigen Ansatz, der Körper, Emotionen und Verstand integriert – statt sich auf rein kognitive Methoden zu beschränken. Die Ausbildung umfasst sechs intensive Präsenzwochenenden (davon eines pferdgestützt in Schildow), drei Einzelcoachings, begleitete Supervision und führt zur Zertifizierung als EKC®-Coach*in.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, senden Sie mir eine kurze Nachricht für ein persönliches Vorgespräch: www.wiebkewiedeck.de