Eine Klientin von mir kämpfte darum, das gleiche Gehalt zu bekommen wie ihr männlicher Kollege – für exakt dieselbe Arbeit.
Sie musste sich durch sämtliche Instanzen kämpfen – bis zur Antidiskriminierungsstelle ihres Bundeslandes.
Das Ergebnis?
Keine Gleichstellung. Kein neues Gehalt.
Sondern: Abfindung – und der Abschied vom Unternehmen, weil das Vertrauen zerrüttet war.
Diskriminierung lohnt sich und das ist unfassbar.
Nicht für die Betroffenen. Aber für die Unternehmen.
Was meine Klientin und mich völlig entsetzte: Firmen haben Budgets eingeplant – für Klagen, für Abfindungen, für Schadensbegrenzung.
Aber nicht für Gleichbezahlung.
⚡ Es ist billiger, Frauen „rauszukaufen“, als ihnen dasselbe zu zahlen, wie ihren männlichen Kollegen. ⚡
Seit Jahrzehnten läuft das so.
Seit Jahrzehnten verdienen Frauen weniger – und niemand in den Führungsetagen hat offenbar ernsthaft ein Problem damit.
Es ist also gesellschaftliche Normalität, Frauen systematisch schlechter zu behandeln – und das „wirtschaftlich“ zu nennen.
⚖️ Jetzt kommt Bewegung ins Spiel – dank Gesetz.
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Unternehmen bald zur Offenlegung von Gehältern – und gibt Beschäftigten ein Recht auf Auskunft.
Ab 2026 müssen Firmen offenlegen, wer was verdient – und warum.
Wir brauchen also ein Gesetz, damit wir Gleichbehandlung ernst nehmen?
Damit wir Frauen nicht mehr benachteiligen – sondern wie selbstverständlich respektieren und fair bezahlen? Ich finde, das sagt viel über unsere Gesellschaft – wenn nicht gar alles.
Fazit:
Diskriminierung lohnt sich – noch. Aber das wird sich ändern. Und zwar nicht aus Einsicht, sondern weil der Druck steigt.
Weil Frauen kämpfen. Weil Öffentlichkeit wächst. Weil es irgendwann nicht mehr günstiger sein wird, Frauen zu benachteiligen.
Ich frage mich:
Wie unmenschlich ist es, Frauen immer und immer wieder in die „zweite Reihe“ zu schieben, weil’s halt so ist, weil es sich lohnt, weil weil weil …?
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